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Niedersächsische Finanzbehörden setzen auf Linux am Desktop
12.000 Arbeitsplätze werden auf das Open Source-Betriebssystem umgestellt - KDE auf SUSE als Umgebung ausgewählt
Sorgten in der Vergangenheit Linux-Umstiege von Behörden noch für viel Aufsehen und heftige Diskussionen, so ist das Open Source-Betriebssystem in diesem Umfeld auch am Desktop zunehmend zu einer “normalen” Wahlmöglichkeit geworden. So steigen nun auch die Finanzbehörden des deutschen Bundeslandes Niedersachsen auf das OS mit dem Pinguin um, dies berichtet ZDNet UK.
Migration
Insgesamt 12.000 Arbeitsplätze werden dabei derzeit auf Linux umgestellt, zum Einsatz kommt ein KDE-Desktop basierend auf der Distribution von SUSE. Die Migration war seit gut zwei Jahren in Planung, bisher hatte man sie aber nicht öffentlich gemacht. Seit April wird nun der Umstieg durchgeführt, bis September soll er abgeschlossen sein.
Vorteile
Ersetzt werden dabei übrigens keine Windows-Rechner: Die Behörde setzt bereits seit 1993 auf Solaris. Von der Migration erhofft man sich nicht nur niedrigere Kosten sondern auch eine größere Flexibilität und bessere Usability.
Mastermind hinter 100 Dollar Laptop geht IT-Giganten gerne auf die Nerven
Das Notebook soll die Verwendung von Linux am Desktop enorm steigern – Negroponte hält Windows für zu “fett”
Der 100 Dollar Laptop wird Linux stärken, betonte Nicholas Negroponte, Leiter des ” One Laptop per Child”- Projekts: “Einer der Nebeneffekte wird sein, dass die Verwendung von Linux am Desktop so unglaublich gesteigert wird, dass diese ähnliche Werte wie bei Servern erreicht”.
Negroponte betonte vor Linux Entwicklern auf dem Red Hat annual User Summit, dass man ein extrem schlankes Betriebssystem benötigen werde. “Wir brauchen Ihre Unterstützung, damit es nicht übergewichtig und schwierig zu verwenden ist, wie all die anderen Betriebssysteme”.
Windows zu fett
“Ungefähr 25 Prozent der Kosten eines Windows Laptops werden nur dafür aufgewendet, um Windows XP zu unterstützen. Das ist wie bei einer Person, die so fett geworden ist, dass sie die meisten ihrer Muskeln dafür einsetzen muss, um ihr Fett zu bewegen”, drückt es Negroponte, der ähnliche Kritik aber auch schon an Linux-System geäussert hat, drastisch aus.
Auf die Nervengehen
Auch bei seiner Kritik (Der WebStandard berichtete)an einigen großen Playern im IT-Business bleibt Negroponte: “AMD ist unser Partner, dass hat zur Folge, dass Intel mir das Leben schwer macht. Bill Gates ist auch nicht erfreut, aber wenn ich Microsoft und Intel auf die Nerven gehe, gehe ich davon aus, dass irgendetwas richtig mache”.
VariCAD 2005 für Linux in Version 3.00
Neben vielen Verbesserungen bringt die neue Version von VariCAD für Linux verringerte Abhängigkeiten von spezifischen Systemdateien, wodurch die Software auf mehr Linux-Distributionen lauffähig sein soll.
Version 3.00 ist die aktuelle Version von VariCAD, die nach Angaben des Herstellers signifikante Neuerungen bringt. VariCAD ist ein zwei- und dreidimensionales mechanisches CAD-System.
Andere Verbesserungen gegenüber der Vorgängerversion sind beispielsweise in der STEP-Schnittstelle zu finden, die nun die Ein- und Ausgabe von dreidimensionalen Objekten möglich macht. Aus der dreidimensionalen Darstellung können nun Bitmaps in hoher Auflösung erzeugt werden. Einige benutzerdefinierte Standardeinstellungen wurden hinzugefügt. Auch das Öffnen von Dateien, das Dimensionieren und die Bedienoberfläche allgemein wurden verbessert.
Von dieser proprietären Anwendung ist eine kostenlose Demoversion nach einer Registrierung erhältlich. Sie soll 30 Tage lang wie die Vollversion funktionieren und so Gelegenheit zum Ausprobieren geben. Für Linux stehen Debian-Pakete (ab Debian 3.1) und RPM-Pakete, die unter Red Hat Enterprise Linux 3 und 4, Fedora Core 4 und 5, SUSE Linux 9.3, 10.0 und 10.1 sowie Mandriva Linux 10.1 LE2005 und 2006 getestet wurden, bereit.
Red Hat: »Wir bringen eine ganze Industrie vorwärts«
Der Geschäftsführer von Red Hat, Matthew Szulik, hat sich in einem Interview mit TechNewsWorld sehr zufrieden über seine Unternehmenspolitik geäußert.
Nach einigen bereits bekannten Fakten zur JBoss-Übernahme und zur Einstellung des eigenen Anwendungsservers äußert sich der Manager zu Red Hats Geschäftsmodell und der dahinter stehenden Philosophie.
Zunächst stellt er klar, dass Red Hat keine Produkte verkauft, sondern Dienstleistungen. Der Preis für Red Hat Enterprise Linux und andere Software aus dem Hause Red Hat ist kein Verkaufspreis, sondern das Abonnement der Update- und Support-Dienste, das jährlich erneuert werden muss. Für viele Kunden, so Szulik, sei das eine sehr gute Lösung, mit der sie sehr zufrieden sind, weil es ihren Erwartungen entspricht und sie einen sehr guten Gegenwert dafür erhalten.
Die Freiheit der Wahl ist Szulik aber sehr wichtig. Wer ein Linux-System von Red Hat ohne Supportkosten einsetzen will, sollte zu Fedora Core greifen, schlägt er vor.
Die auf den ersten Blick unvereinbar scheinenden Ziele einer börsennotierten Firma und die offenen Prinzipien, nach denen Red Hat handelt, sind für Szulik kein Problem. Das Ziel von Red Hat sei es, mit seinen Aktionen eine ganze Industrie vorwärtszubringen. Dafür sei Transparenz gefordert. Dies bedeutet für ihn, keine Zweifel an der technischen Ausrichtung und sonstigen Aspekten aufkommen zu lassen. Red Hat habe außergewöhnliche Leute eingestellt, um den Kunden außergewöhnliche Dienste zu bieten, und mit diesen Leuten sei ein Umschwenken auf weniger Offenheit nicht zu machen.
Auch in anderen Punkten steht Red Hat in exaktem Gegensatz zu traditionelleren Unternehmen, beispielsweise in der Patentfrage. Für Szulik hat Red Hat diese historischen Annahmen in Frage gestellt, wurde dafür mit viel Skepsis bedacht, doch beginnt sich allmählich durchzusetzen. »Wenn wir unseren Kurs weiter verfolgen, werden wir für die nächsten 50 bis 100 Jahre erfolgreich sein.«
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Hersteller gründen Entwickler-Plattform für mobiles Linux
Eine Gruppe von Mobilfunkanbietern und -herstellern hat eine Stiftung gegründet, die eine offene Linux-Software-Plattform für mobile Geräte entwickeln soll. Zu den beteiligten Unternehmen gehören Motorola, die Vodafone-Gruppe, NTT DoCoMo, Samsung, NEC und Panasonic Mobile Communications.
Der Schwerpunkt soll nach Angaben der Unternehmen auf der Entwicklung und der Vermarktung eines Application Programming Interfaces (API), der Spezifikation und der Architektur liegen. Geplant sei eine Referenz-Implementierung des Mobil-Betriebssystems, die später Mobilfunk- und Chipherstellern sowie Software-Entwicklern offen stehen soll. Die Stiftung will darüber hinaus eine Testumgebung anbieten, die es Entwicklern erlaubt, ihre Produkte an die Spezifikation anzupassen und zu testen.
Auch andere Initiativen befassen sich mit ähnlichen Zielen, so das Linux Phone Standards (LiPS) Forum und die Mobile Linux Initiative (MLI).
Libranet endgültig eingestellt
Die Debian-basierte benutzerfreundliche Distribution Libranet, die seit einem halben Jahr nicht mehr aktiv entwickelt wurde, wird nun wohl endgültig eingestellt.
Nach einem halben Jahr Funkstille hat sich der derzeitige Projektleiter Tal Danzig im Libranet-Forum nochmals zu Wort gemeldet. Darin verkündet er, dass Libranet nun endgültig am Ende ist. Er persönlich sehe keine Möglichkeit mehr, das Projekt fortzuführen, unter anderem wegen einer Änderung seiner persönlichen Verhältnisse. Seinem Blog kann man entnehmen, dass er offenbar eine neue Beziehung eingegangen und an einen anderen Ort gezogen ist.
Bereits von einem halben Jahr wurde die Entwicklung von Libranet gestoppt, nachdem der Projektgründer Jon Danzig am 1. Juni 2005 an Krebs verstorben war. Sein Sohn und Partner Tal führte die Distribution zunächst fort, doch sah bald keine Grundlage mehr für eine Weiterarbeit. In seiner Rolle als Geschäftsmann fühlte er sich nicht wohl und wollte lieber wieder als Programmierer arbeiten.
Libranet war eine auf Debian beruhende Linux-Distribution, die sich seit 1999 vor allem aufgrund von drei prominenten Features einiger Beliebtheit unter Linux-Nutzern erfreute. Dazu gehörten das Konfigurationstool Adminmenu, eine ansehnliche Liste unterstützter Pakete und ein benutzerfreundlicher Installer. Diese Vorteile wurden aber allmählich von anderen eingeholt und sind mittlerweile auch für andere Distributionen wie Linspire, Mepis, Ubuntu, und Xandros zum Standard geworden.
Selbst in ihrer Glanzzeit war Libranet nie mehr als ein Drei-Mann-Unternehmen. Der einzige weitere Mitarbeiter war Daniel de Kok, der als Programmierer an Libranet arbeitete und eine Zeitlang weiter das Forum betreute, aber vor kurzem wegen mangelnder Kommunikation mit Tal Danzig diese Arbeit einstellte.
Programmiersprache Java bald Open Source
Sun-Chef Jonathan Schwartz setzt Segel: “Die Frage ist nicht mehr, ob wir Java zu Open Source machen, sondern wie”
Auf der diesjährigen JavaOne-Konferenz in San Francisco hat Sun-CEO Jonathan Schwartz offiziell bestätigt, dass das Unternehmen den Source-Code für die Programmiersprache Java freigeben möchte. “Die Frage ist nicht mehr, ob wir Java zu Open Source machen, sondern wie”, wird Schwartz in US-amerikanischen Medien zitiert. Das Unternehmen hatte jahrelang dem Druck von Branchengrößen wie IBM sowie der Open-Source-Entwicklergemeinde Stand gehalten, die Sun wiederholt zur Freigabe des Codes aufgefordert hatten.
“Produkte zu Open Source zu machen bedeutet nicht, dass damit weniger Gewinn lukriert werden kann”
Mit der gefallenen Entscheidung lenkt Sun nun ein und übernimmt außerdem das von den Kritikern vorgetragene Argument, dass man sich von der Veröffentlichung des Source Codes eine vergrößerte Java-Anwenderschaft sowie eine Anstieg von Entwicklerlösungen erwarte. “Produkte zu Open Source zu machen bedeutet nicht, dass damit weniger Gewinn lukriert werden kann”, erwartet sich Schwartz von dem prophezeiten Ansteigen an Java-Anwendern wirtschaftliche Vorteile für das Unternehmen.
“Kunden und Unternehmen, die für das Produkt bezahlen wollen, werden dies auch in Zukunft beibehalten, da sie Zugang zu Support und Service-Leistungen wollen”, meint Schwartz.
Bereit
Während die geplante Umwandlung des Java-Source-Codes zu Open Source noch einige Fragen zur Umsetzung offenlässt, setzt Sun seinen vor einiger Zeit eingeschlagenen Open-Source-Weg indes mit einer Reihe von Veröffentlichungen weiter fort. So gab das Unternehmen bekannt, unter anderem den Sun Java Studio Creator, Sun Java System Portal Server sowie Web Services Interoperability Technology für die Open-Source-Gemeinde bereitzustellen.
Neue Lizenz
Vorerst gibt eine neue Version der Java Distribution Lizenz, die die Verbreitung mit Linux-Betriebssystemen und Opensolaris-Versionen erleichtern soll. In der Vergangenheit ist Java aus lizenzrechtlichen Gründen aus den Default-Installationen einiger Linux-Varianten geflogen.
Enterprise Edition 5
Zusätzlich stelle Sun die neue Java Platform Enterprise Edition 5 (Java EE 5) vor. Das kostenlose Entwicklerkit besteht aus einer Referenz-Implementierung (RI), dem Technology Compatibility Kit (TCK) und dem Software Development Kit (SDK) einschließlich der Java System Application Server Platform Edition 9,0.
Den Sound-Dämon in Linux konfigurieren
An sich funktioniert der Sound auf Ihrem Linux-System, was Sie etwa an hörbaren Systemklängen feststellen. Manche Anwendungen bleiben trotzdem stumm. KDE- und Gnome-Anwendungen geben ihre Klänge nicht direkt auf die Soundkarte aus, sondern leiten sie jeweils weiter an einen Sound-Server (Sound-Dämon), der dann seinerseits mit der Soundkarte spricht.
Problem:
An sich funktioniert der Sound auf Ihrem Linux-System, was Sie etwa an hörbaren Systemklängen feststellen. Manche Anwendungen bleiben trotzdem stumm.
Lösung:
KDE- und Gnome-Anwendungen geben ihre Klänge nicht direkt auf die Soundkarte aus, sondern leiten sie jeweils weiter an einen Sound-Server (Sound-Dämon), der dann seinerseits mit der Soundkarte spricht. Da dieser Dämon die Soundkarte für die Dauer der Sitzung belegt, hat kein Programm eine Chance, das direkt Klänge an die Karte senden will. Umgekehrt bleiben Gnome- und KDE-Anwendungen stumm, wenn Sie keinen dieser Desktops verwenden, Sie also etwa unter Xfce arbeiten. Sie müssen deshalb die Soundkonfiguration eines betroffenen Programms an die von Ihnen verwendete Desktop-Umgebung anpassen.
Finden Sie dafür keinen eigenen Menüpunkt, dann schauen Sie, ob das Programm eine Konfigurationsmöglichkeit für Plug-ins anbietet. Oft gibt es eine eigene Kategorie “Ausgabe” für die Sound-Plug-ins. Unter KDE wählen Sie für die Soundausgabe “arts” oder “artsd”, unter Gnome “esd” oder “esound”. Wenn Sie weder KDE noch Gnome verwenden, sind “alsa” oder “oss” für die direkte Ausgabe die richtigen Optionen - probieren Sie aus, was besser funktioniert.
Manche Anwendungen sind allerdings nicht darauf vorbereitet, unter KDE oder Gnome zu laufen: Sie wollen den Sound immer direkt ausgeben und bieten keine Möglichkeit an, das zu ändern.
In einem Terminal-Fenster können Sie auch solche Anwendungen oft zur Zusammenarbeit mit dem Sound-Dämon überreden: Vor dem Start des betroffenen Programms geben Sie unter KDE den Befehl “artsdsp”, unter Gnome “esddsp” ein. Das Kommando simuliert dem aufgerufenen Programm eine virtuelle Soundkarte und leitet den Klang an den Sound-Dämon weiter.
Manchmal hilft aber auch das nichts. Dann bleibt als letzte Möglichkeit, den Sound-Dämon so lange stillzulegen, wie die renitente Anwendung läuft. KDE tut das automatisch, wenn der Sound-Dämon eine Minute lang keine Klänge zu verarbeiten hat. Das heißt, dass Sie entweder die Minute abwarten oder eine kürzere Zeit festlegen, etwa 10 Sekunden mit “artsshell autosuspend 10?. Mit “artsshell suspend” stellen Sie ihn sofort ruhig. Unter Gnome gibt es keine Automatik: Hier schicken Sie den Dämon mit
esdctl standby
schlafen. Per “esdctl resume” müssen Sie ihn manuell wieder aufwecken, wenn Sie die Anwendung beendet haben.
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Mastermind hinter 100 Dollar Laptop geht IT-Giganten gerne auf die Nerven
Das Notebook soll die Verwendung von Linux am Desktop enorm steigern – Negroponte hält Windows für zu “fett”
Der 100 Dollar Laptop wird Linux stärken, betonte Nicholas Negroponte, Leiter des ” One Laptop per Child”- Projekts: “Einer der Nebeneffekte wird sein, dass die Verwendung von Linux am Desktop so unglaublich gesteigert wird, dass diese ähnliche Werte wie bei Servern erreicht”.
Negroponte betonte vor Linux Entwicklern auf dem Red Hat annual User Summit, dass man ein extrem schlankes Betriebssystem benötigen werde. “Wir brauchen Ihre Unterstützung, damit es nicht übergewichtig und schwierig zu verwenden ist, wie all die anderen Betriebssysteme”.
Windows zu fett
“Ungefähr 25 Prozent der Kosten eines Windows Laptops werden nur dafür aufgewendet, um Windows XP zu unterstützen. Das ist wie bei einer Person, die so fett geworden ist, dass sie die meisten ihrer Muskeln dafür einsetzen muss, um ihr Fett zu bewegen”, drückt es Negroponte, der ähnliche Kritik aber auch schon an Linux-System geäussert hat, drastisch aus.
Auf die Nervengehen
Auch bei seiner Kritik (Der WebStandard berichtete)an einigen großen Playern im IT-Business bleibt Negroponte: “AMD ist unser Partner, dass hat zur Folge, dass Intel mir das Leben schwer macht. Bill Gates ist auch nicht erfreut, aber wenn ich Microsoft und Intel auf die Nerven gehe, gehe ich davon aus, dass irgendetwas richtig mache”.
VariCAD 2005 für Linux in Version 3.00
Neben vielen Verbesserungen bringt die neue Version von VariCAD für Linux verringerte Abhängigkeiten von spezifischen Systemdateien, wodurch die Software auf mehr Linux-Distributionen lauffähig sein soll.
Version 3.00 ist die aktuelle Version von VariCAD, die nach Angaben des Herstellers signifikante Neuerungen bringt. VariCAD ist ein zwei- und dreidimensionales mechanisches CAD-System.
Andere Verbesserungen gegenüber der Vorgängerversion sind beispielsweise in der STEP-Schnittstelle zu finden, die nun die Ein- und Ausgabe von dreidimensionalen Objekten möglich macht. Aus der dreidimensionalen Darstellung können nun Bitmaps in hoher Auflösung erzeugt werden. Einige benutzerdefinierte Standardeinstellungen wurden hinzugefügt. Auch das Öffnen von Dateien, das Dimensionieren und die Bedienoberfläche allgemein wurden verbessert.
Von dieser proprietären Anwendung ist eine kostenlose Demoversion nach einer Registrierung erhältlich. Sie soll 30 Tage lang wie die Vollversion funktionieren und so Gelegenheit zum Ausprobieren geben. Für Linux stehen Debian-Pakete (ab Debian 3.1) und RPM-Pakete, die unter Red Hat Enterprise Linux 3 und 4, Fedora Core 4 und 5, SUSE Linux 9.3, 10.0 und 10.1 sowie Mandriva Linux 10.1 LE2005 und 2006 getestet wurden, bereit.
Red Hat: »Wir bringen eine ganze Industrie vorwärts«
Der Geschäftsführer von Red Hat, Matthew Szulik, hat sich in einem Interview mit TechNewsWorld sehr zufrieden über seine Unternehmenspolitik geäußert.
Nach einigen bereits bekannten Fakten zur JBoss-Übernahme und zur Einstellung des eigenen Anwendungsservers äußert sich der Manager zu Red Hats Geschäftsmodell und der dahinter stehenden Philosophie.
Zunächst stellt er klar, dass Red Hat keine Produkte verkauft, sondern Dienstleistungen. Der Preis für Red Hat Enterprise Linux und andere Software aus dem Hause Red Hat ist kein Verkaufspreis, sondern das Abonnement der Update- und Support-Dienste, das jährlich erneuert werden muss. Für viele Kunden, so Szulik, sei das eine sehr gute Lösung, mit der sie sehr zufrieden sind, weil es ihren Erwartungen entspricht und sie einen sehr guten Gegenwert dafür erhalten.
Die Freiheit der Wahl ist Szulik aber sehr wichtig. Wer ein Linux-System von Red Hat ohne Supportkosten einsetzen will, sollte zu Fedora Core greifen, schlägt er vor.
Die auf den ersten Blick unvereinbar scheinenden Ziele einer börsennotierten Firma und die offenen Prinzipien, nach denen Red Hat handelt, sind für Szulik kein Problem. Das Ziel von Red Hat sei es, mit seinen Aktionen eine ganze Industrie vorwärtszubringen. Dafür sei Transparenz gefordert. Dies bedeutet für ihn, keine Zweifel an der technischen Ausrichtung und sonstigen Aspekten aufkommen zu lassen. Red Hat habe außergewöhnliche Leute eingestellt, um den Kunden außergewöhnliche Dienste zu bieten, und mit diesen Leuten sei ein Umschwenken auf weniger Offenheit nicht zu machen.
Auch in anderen Punkten steht Red Hat in exaktem Gegensatz zu traditionelleren Unternehmen, beispielsweise in der Patentfrage. Für Szulik hat Red Hat diese historischen Annahmen in Frage gestellt, wurde dafür mit viel Skepsis bedacht, doch beginnt sich allmählich durchzusetzen. »Wenn wir unseren Kurs weiter verfolgen, werden wir für die nächsten 50 bis 100 Jahre erfolgreich sein.«